Schwitzen – was passiert im Körper?

Schwitzen – was passiert im Körper?

Was passiert eigentlich mit der Haut, wenn wir schwitzen?

Bei körperlicher Anstrengung, Nervosität, Angst und an heißen Sommertagen schwitzen wir, an manchen Stellen mehr, an manchen Stellen weniger. Es bilden sich dann feuchte Stellen auf der Kleidung und die Haut beginnt auch, zu glänzen. Viele Menschen empfinden das als sehr unangenehm, nutzen starke Deos und Parfums, weil sie mit dem Schweiß unangenehme Gerüche verbinden. Schon lange ist bekannt, dass Schwitzen gesund ist und regelmäßige Gänge in die Sauna werden für einen gesunden Lebensstil empfohlen. Besonders für die Haut im Gesicht hat das Schwitzen viele Vorteile, die die Verwendung mancher Hautpflegeprodukte sogar überflüssig machen kann.

Warum schwitzt der Mensch?

Der menschliche Körper hat eine Körpertemperatur, die immer gleich ist und nur minimalen Schwankungen unterliegt. Damit wird gewährleistet, dass der Stoffwechsel gut funktioniert und alle Funktionen im Körper erfüllt werden können. In Situationen, in denen sich die Körpertemperatur erhöhen kann – zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung, im Sommer oder bei Nervosität – muss der Körper sich selbst abkühlen. Das tut er mit Hilfe von Schweißdrüsen, die in der ganzen Haut verteilt sind und die den Schweiß produzieren. Sie befeuchten die Haut und kühlen sie damit ab, sodass die Körpertemperatur konstant bleibt. Jeder Mensch produziert unterschiedliche Mengen an Schweiß. Das hängt davon ab, wie viele Schweißdrüsen er hat und an welchen Körperstellen sie am meisten vorkommen.

Schwitzen ist gesund

Auch, wenn Schwitzen teils als unangenehm empfunden wird, ist es tatsächlich gesund für Körper und Haut. Die Schweißproduktion ist nur möglich, wenn die Haut stark durchblutet wird. Das bedeutet auch, dass sie besser arbeiten kann und die Zellteilung schneller abläuft. Außerdem werden tote Hautzellen besser abtransportiert und freie Radikale besser gebunden. Diese entstehen zum Beispiel durch Stress oder Tabakkonsum und greifen die Zellstruktur und auch die DNA an. Generell sorgt Schwitzen dafür, dass die Haut gesund und jung bleibt und sich weniger Verstopfungen bilden.

Besseres Hautbild

Im Sommer ist es oftmals so, dass die Haut in einem guten Zustand ist, rosig aussieht und einfach nicht so viel Pflege benötigt. Das liegt unter anderem auch am Schweiß, der durch die heißen Temperaturen vom Körper gebildet wird. Dieser enthält nicht nur ausgeschiedene Giftstoffe, sondern auch natürliche Fette. Diese pflegen die Haut, machen sie zart und weich und versorgen sie mit Feuchtigkeit. Im Winter, in denen in unseren Wohnungen meist trockene Luft herrscht und draußen klirrende Kälte, muss der Körper eher dafür sorgen, den Körper warmzuhalten als ihn zu kühlen. Die Folge ist, dass weniger Schweiß produziert wird und die Haut demnach weniger natürliche Pflege erhält.

Weniger Unreinheiten

Viele Menschen klagen über Hautunreinheiten, die sich trotz regelmäßiger Reinigung und Pflege hartnäckig halten und einfach nicht schön aussehen. Auch hier wirkt das Schwitzen unterstützend. Der häufigste Grund für Unreinheiten ist, dass die Haut viel Talg produziert, der sich wie ein Film auf die Haut legt. Abgestorbene Hautzellen können schlechter abtransportiert werden und verstopfen die Poren. Generell wird die ganze Hautatmung beeinträchtigt und es entstehen Pickel und andere Unreinheiten. Beim Schwitzen wird die Haut durchblutet und die Poren öffnen sich und es gibt mehr Platz, um Schuppen abzutransportieren. Damit reinigt sich die Haut wie von selbst porentief ohne die Verwendung von kosmetischen Stoffen. Das wirkt sich deutlich positiv auf das Hautbild unreiner Haut aus.

Verjüngungseffekt

Wenn wir Schwitzen, wird die Haut stark durchblutet. Das erkennen wir daran, dass vor allem die Haut im Gesicht sehr stark gerötet ist. Die starke Durchblutung hat einen großen Vorteil. Sie sorgt dafür, dass der gesamte Zellstoffwechsel schneller geht und die Zellteilung der Haut richtig angekurbelt wird. Das wiederum bedeutet, dass die Haut leichteres Spiel hat, alte Zellen zu entfernen und neue zu produzieren. Das hält die Haut jung und straff und sorgt für ein glattes und feines Hautbild.

Schwitzen und Übergewicht

Adiposität bietet dem Schweiss mehr Angriffsfläche. Vor allem im Sitzen, etwa am Schreibtisch, fällt das Schwitzen an der Brust sehr doll auf. Durch hohes Gewicht entfaltet sich der Schweiß auch in den Brustfalten. Denn sowohl Brust als auch der Bauch sind mit dem Gesamtkörperfett mit gewachsen und haben viele Berührungspunkte. Das gleiche Problem ergibt sich zwischen Bauch und Oberschenkeln.

Dabei entsteht Schweiß und der ist im Brustbereich leider sehr viel besser sichtbar, als Achselschweiß. Anders als die Schweißflecken unter den Armen sind die an der Brust nicht immer verdeckt. Zum Beispiel durch andere Kleidungsstücke. Sollte man nun diese Stellen mit Kleidungsstücken verdecken, damit Schweiß nicht zu sehen ist, aber dadurch letztendlich noch mehr schwitzen?

Es ist nunmal so, dass der Körper durch sein Übergewicht wesentlich mehr mit sich selbst zu arbeiten hat. Schwitzen und Übergewicht ist wirklich ein direkter Zusammenhang. Mit weniger Gewicht schwitzt man weniger, wenn nur leichte Anstrengungen unternommen werden. Einkaufen zum Beispiel: Allein vom Einkauf und der Fahrt zum Supermarkt und wieder nach Hause komme man bei Übergewicht schon ins Schwitzen. Schweiß an der Brust durch das Sitzen im Auto, Schweiß unter den Armen durch die nervigen anderen Menschen im Supermarkt. Nasser Schweiß in den Haaren vor Anstrengung.

Fazit: Mehr Masse, mehr Schweiß

Der Körper muss sich selbst in Gang halten und erzeugt dabei Wärme. Je mehr man sich bewegt, desto wärmer wird er. Daher erfriert man ja auch nicht sofort, wenn man in Eiswasser schwimmt. Ist der Körper jedoch unnatürlich schwer, etwa durch die bösen Fettzellen, dann hat das Herz mehr zu pumpen und die Muskeln müssen mehr leisten. Der Körperwird warm und gleicht diese innere Hitze dadurch aus, dass er Körperwasser durch die Hautporen abgibt. Wären wir Hunde, würde wir jetzt wie wild hecheln. Stellen sie sich vor, Sie haben 10kg Übergewicht. Das ist wie eine Kiste Bier permanent mit sich herumzutragen! Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen.

Unangenehme Gerüche: Noch ein wesentlicher Nachteil beim Schwitzen kann der Geruch sein. Um diesen zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen folgende Lösung.

Schwitzen von Kaffee?

Kaffee kann Schwitzen verursachen. Ist ja eigentlich auch klar, schließlich läuft da ein ziemlich heißes Getränk die Kehle herunter. Einigen Internetquellen nach zu urteilen, liegt die Temperatur, bei der Kaffee am besten seine Armonstoffe löst, bei über 90°C! Klar, dass der Körper anfängt, den Hitzhaushalt über den Schweißfluss zu regeln.

Aber es ist nicht nur die Hitze, die Kaffee zu einem Schweißtreiber macht. Es ist auch das Koffein selbst, das im Körper schweißtreibende Mechanismen in Gang setzt. Bei Lektüre des entsprechenden Wikipedia-Artikels zum Thema Koffein, findet sich eine ganze Latte an Wirkungen, nicht nur Schweißbildung. Aber einige, die sicherlich direkt damit zusammenhängen, wie zum Beispiel die Steigerung der Herzfrequenz.

Schon während des Kaffeegenusses bemerkt man die Pulssteigerung. Das Herz schlägt also schneller, gleichzeitig verengen sich die Blutbahnen und der Blutdruck wird erhöht. Das klingt erstmal furchtbar, bei dem Gedanken an all diese Nebenwirkungen bricht fast schon wieder der Stressschweiß aus! Doch das ist wahrscheinlich genau das, was alle Kaffeesüchtigen – als die unumgängliche Wirkung des Kaffees ansehen. Denn insgesamt bemerkt man ein besseres Ingangkommen. Das Koffein stimuliert Geist und Körper. Die Konzentrationsfähigkeit steigt, die Müdigkeit weicht und teilweise stellt sich sogar eine gewisse Euphorie ein. Und der positive Nebeneffekt: bei regelmäßiger Einnahme scheint sich das mit dem erhöhten Blutdruck ohnehin erledigt zu haben.

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