Manche Tage sind wirklich zum Haare raufen: Föhn und Bürste können es uns überhaupt nicht recht machen, die Haare stehen struppig zu Berge, statt glänzender Mähne sehen wir nur schlappe Strähnen. Also einfach Mütze auf und durch? Muss nicht sein. Wichtigste Voraussetzung für schwungvolles, gesundes Haar: eine Pflege, die zum Haar passt.

Das richtige Shampoo für jeden Haarschopf

Das wichtigste Pflege-Basic ist das Shampoo. Es sollte die Haare nicht nur schonend reinigen, sondern auch mögliche Probleme lösen, wie beispielsweise Volumen zu spenden, kleine Schäden zu kitten oder Schuppen zu bekämpfen. Prima für strapaziertes, stumpfes Haar: Shampoos mit natürlichen Ölen oder Sheabutter. Diese Inhaltsstoffe sorgen für ein Plus an Geschmeidigkeit, den gewünschten Glanzeffekt sieht man sofort.

Wer zu fettigem Haar neigt, braucht eher das Gegenteil: Ein mildes Shampoo, das weniger Öle und mehr Tenside enthält, ist der perfekte Fettlöser. Spülungen, die etwa helfen, das Haar zu entwirren, sollten Menschen mit Talgüberschuss am Kopf gezielt nur in die Längen kneten und die Kopfhaut aussparen.

Tipp: Für die Erfrischung zwischendurch sind Trockenshampoos ideal. Mit Reispuder saugen sie Talg im Nu auf. Moderne Produkte verteilen sich hauchfein und lassen sich nach kurzer Einwirkzeit wieder restlos ausbürsten. Das Haar ist erfrischt, der fettige Ansatz hat sich in Luft aufgelöst.

Tipps zur richtigen Haarpflege

• Rubbeln Sie Ihre Haare nach dem Waschen nicht mit dem Handtuch trocken.

• Verwenden Sie schonende, auf den individuellen Haartyp abgestimmte Pflegeprodukte.

• Lange Waschintervalle schonen Ihr Haar.

• Spülen Sie die Haare nach jeder Haarwäsche (und nach jedem Bad in Chlor- oder Salzwasser) mit reichlich, möglichst kühlem Wasser nach.

• Föhnen Sie Ihr Haar nicht zu heiß. Am schonendsten ist es, das Haar an der Luft zu trocknen.

• Verwenden Sie einen Kamm mit weit auseinanderstehenden Zinken und glatten, abgerundeten Kanten.

Kleine Tricks für ein XXL-Volumen

Volumen und Fülle – das wünscht sich die Mehrheit der Frauen mit feinem Haar. Die passende Pflege bringt Sie dem Traumziel näher: Volumen-Shampoos können beispielsweise mit Brennnesselextrakt die Haaroberfläche leicht aufrauen. Es entsteht eine Art Miniluftpolster zwischen den einzelnen Härchen, was sie optisch aufplustert. Panthenol, ein in der Hautpflege bewährter Wirkstoff, ist immer häufiger in Shampoos für feines Haar zu finden: Es spendet Feuchtigkeit, dadurch wird das Haar etwas dicker, und Weizenproteine geben ihm mehr Dichte.

Wie Sie mit Farbe feines Haar voluminöser tricksen? Eine Tönung, die zwei bis drei Nuancen dunkler als die eigene Haarfarbe ist, mogelt optisch Fülle ins Haar. Und dann noch ein paar hellere Strähnchen als Highlight setzen – der Effekt ist umwerfend. Damit die Farbe möglichst lange hält, spezielle Farbschutzpflege verwenden. Denn sie sorgt dafür, dass sich die Pigmente nicht so rasch auswaschen oder ausbleichen können.

Schnitt und Styling können ebenfalls für XXL-Volumen sorgen. Vor allem leichte Stufenschnitte sind für feines Haar perfekt. Und beim Trocknen dem Haaransatz besondere Beachtung schenken. Einen Klecks Volumenschaum in den Ansatz kneten. Dann Strähne für Strähne mit milder Hitze entgegen der Wuchsrichtung föhnen. Eine Rundbürste zur Unterstützung nehmen. Zum Schluss den Föhn auf kalt stellen: Der kühle Luftschub fixiert das Ansatzvolumen.

Auch kurzes Haar muss nicht platt am Kopf kleben: Haare einfach kreuz und quer über Kopf trocken pusten. Dann die Spitzen mit etwas Stylingwachs in Form zupfen, so bleibt das Volumen lange erhalten.

So bändigen Sie dickes, störrisches Haar

Dickes, naturkrauses Haar kann störrisch sein. Und da die Schüppchen der Locken stärker abstehen, bricht sich das Licht darauf nicht so gut. Das Haar wirkt schneller stumpf. Lösung: jede Haarwäsche mit einer sauren Spülung abschließen. Sie trägt dazu bei, dass sich die Schuppenschicht der Haare enger anlegt.

Längeres Haar mal mit einem Glätteisen in Form bringen: Das bringt tollen Schimmer ins Haar. Innovative Glätteisen mit Keramikplatten und Ionen-Technologie glätten auch sanfte Wellen ohne Haarbruch. Und noch ein Tipp zum Abschluss: Geben Sie morgens einen Hauch Ihres Lieblingsparfüms aufs Haar – so begleitet Sie der Duft den ganzen Tag und zaubert ganz unbewusst ein Lächeln auf Ihr Gesicht.

Tipp: Bei Spliss, also angegriffenen Haarspitzen, die Kur nur auf die Spitzen auftragen und nicht wieder auswaschen. So können die Wirkstoffe gezielt einwirken.

• Ein Shampoo mit einer Mischung aus Aprikosenkern- und Sanddornfrucht-Fleischöl versorgt trockenes Haar mit Fett und Feuchtigkeit, ohne es strähnig wirken zu lassen.

• Bei empfindlichem, durch Chlorwasser angegriffenem Haar kann ein Shampoo mit Weizenproteinen helfen. Das Weizeneiweiß legt sich um das Haar und erhöht damit die Widerstandskraft und Kämmbarkeit.

• Hat das Haar schon etwas gelitten, sind Kamille und Panamarinde richtig. Diese “Seifenrinde” ist ein besonders milder Waschstoff, der aus der Rinde des immergrünen Baumes gewonnen wird.

• Benötigt das Haar zusätzliche Pflege, kann eine Haarkur mit Rosmarin und Klettenwurzelöl sinnvoll sein. Sie regeneriert schuppige Kopfhaut, verbessert die Struktur spröder Haare, versorgt trockenes Haar und lässt es wieder glänzen.

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